Liebe Wählerinnen und Wähler,
Ihr habt es in der Hand, ob die Politik im Landkreis von den Verfassungsfeinden von Rechtsaußen bestimmt oder es eine starke grüne Kraft geben wird, die mit Sachargumenten und Engagement – manchmal unbequem und kritisch, ganz im Sinne der Mehrheit der Menschen im Kreis – agiert, die eine gesunde Umwelt, nachhaltige Wirtschaft, moderne Bildung, soziales Miteinander und sachliche Auseinandersetzung wollen.
Wir sind davon überzeugt, dass wir Euch mit unserem Kreiswahlprogramm ein realistisches Konzept vorstellen, wie unser Landkreis Holzminden modernisiert, erhalten und weiterentwickelt werden kann: Klimaneutral, ökologisch, sozial und solidarisch.
Deshalb bitten wir Euch: Gebt am 13. September 2026 alle Stimmen an unsere Grünen Kandidat*innen.
Dreimal Grün für einen lebenswerten und zukunftsfähigen Landkreis Holzminden!
GRÜN MACHT‘S
BUNT statt Braun
Die Klimakrise trifft durch Hochwasser, Starkregenereignisse, Hitzewellen, Dürren, ausgetrocknete Böden und Wälder auch unseren Landkreis stark. Wir Grüne setzen uns für effektiven und konsequenten Klimaschutz, vor allem auch für die kommenden Generationen ein. Denn wir und unsere Kinder haben nur eine Erde!
Auch in kommunalen Gebäuden wollen wir mit Solaranlagen, Wärmepumpen oder innovativen Heizkonzepten zum Klimaschutz beitragen. Wir wollen, dass alle Gebäude mit erneuerbarer Energie und erneuerbarer Wärme betrieben werden.
Dazu soll die Zusammenarbeit mit Firmen wie Stiebel-Eltron, dem Handwerk, der Klimaschutzagentur und dem Bereich Green Building der HAWK gestärkt werden. Auch die kreiseigene Bau- und Siedlungsgemeinschaft (BauSie) ist verstärkt zur klimaschützenden Sanierung und Aufkauf von Gebäuden heranzuziehen.
Politisches Ziel von Bündnis 90/Die Grünen in den nächsten fünf Jahren ist die vorrangige Umsetzung der Maßnahmen des „Masterplans 100% Klimaschutz“ für den Landkreis Holzminden.
In der letzten Wahlperiode haben wir die Vorrangflächen für die Windenergie ohne Nutzung sensibler Wälder verdoppelt. Bis zu 36 neue Windkraftanlagen können nun im Kreis entstehen und uns zusammen mit geplanten Speichern saubere, heimische und günstige Energien geben. Unser Ziel sind 100 Prozent erneuerbare Energien im Landkreis Holzminden. Pro Windrad gibt es so dauerhaft ca. 30.000 Euro für die Kasse der jeweiligen Gemeinde zur freien Verwendung. Sowohl die Gewerbesteuereinnahmen als auch eine Wertschöpfungsabgabe fließen direkt in die kommunalen Kassen und können für zusätzliche freiwillige Ausgaben für Soziales, Kultur oder Naturschutz verwendet werden. Ebenso können sich Bürger*innen und Unternehmen an Energiegenossenschaften beteiligen oder günstigen Nachbarschaftsstrom beziehen. Damit verringern wir die Abhängigkeit von den immer teurer werdenden fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas und schützen gleichzeitig unsere Erde.
Wir wollen die Förderung der Klimaschutzagentur Weserbergland erhöhen und mehr Maßnahmen und Beratungsangebote für die Menschen und Unternehmen ermöglichen. Wir begrüßen die zusätzlichen kommunalen Klimaschutzmittel des Landes und wollen sie zielgerichtet insbesondere für sozialen Klimaschutz einsetzen.
Neue Atomkraftwerke lehnen wir ab, ebenso wie wir den Landkreis Holzminden nicht als geeignet für ein Atommülllager sehen. Es waren Grüne, die mit guten Argumenten auch im Kreistag dafür gesorgt haben, dass das geplante Atommüllzwischenlager bei Lauenförde/Würgassen nicht realisiert wurde und diese Linie werden wir fortsetzen
Der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen muss Grundlage aller unserer Entscheidungen sein!
Der Landkreis ist Träger der weiterführenden Schulen, hat aber seine Verantwortung für gute Schulen in der Vergangenheit sträflich vernachlässigt. Die Folge ist eine massive Abwanderung in andere Landkreise und großer Leerstand in den vorhandenen Schulgebäuden.
Nach jahrelangem Streit wollen wir gemeinsam mit Eltern, Lehrer*innen und Schüler*innen einen Neuaufbruch in der Bildungspolitik.
Wir stehen zu dem zwischen allen demokratischen Parteien gefundenen neuen Schulkonsens im Kreis. Dazu gehört die Erweiterung des Angebots im Landkreis um die Schulform Gesamtschule (IGS), in der alle Schüler*innen integrativ gemeinsam beschult werden und unterschiedliche Abschlüsse erzielen können.
Daher wollen wir die neue Schule am Vogler in Eschershausen für den Nordkreis als Integrierte Gesamtschule mit bestmöglichem pädagogischem Konzept und moderner Schulgebäude und Ausstattung attraktiv entwickeln. Durch die neue Schule am Vogler in Eschershausen verbessern wir zudem die Lehrer*innenversorgung. Damit erweitern und sichern wir die Fachbedarfe langfristig.
In Holzminden ist durch den Schulringtausch ein starkes eigenständiges Gymnasium gesichert worden. Nun wollen wir in der Innenstadt die dreizügige Oberschule mit einem Anbau zu einer vierzügigen Integrierten Gesamtschule mit allen Abschlüssen weiterentwickeln.
Die Oberschulen in Bevern und Delligsen wollen wir erhalten und stärken.
Die Förderschule soll neue Räume und einen neuen Standort in Bodenwerder bekommen.
Wir geben unserem Landkreis eine zukunftsorientierte Schulstruktur und bieten den Eltern damit langfristige Sicherheit für die Bildung und Zukunft ihrer Kinder. Wir bauen moderne neue Schulen mit klimaschonenden Gebäudestandards, einheitlichen Schulleitlinien und guten pädagogischen Konzepten. Dadurch schaffen wir für unsere Schüler*innen ein modernes, soziales Lernumfeld mit neuen Lern- und Unterrichtsräumen. Es entstehen Lernlandschaften für fokussiertes Lernen und Gruppenarbeit sowie offene Räume, die die Kreativität fördern. All das steigert die Unterrichtsqualität, verbessert das Betreuungsangebot und ermöglicht inklusive Beschulung.
Durch die unterschiedlichen Schulformen der Integrierten Gesamtschulen wollen wir allen Schüler*innen ermöglichen, die am besten für sie geeignete Schule im Landkreis Holzminden besuchen zu können.
Mit einem bedarfsgerechten Schüler*innenverkehr, abgestimmt auf die einzelnen Schulkonzepte, wollen wir den Schulweg optimieren.
Wir Grüne machen damit nach jahrelangem Stillstand die Schullandschaft im Kreis endlich wieder modern, integrativ und innovativ!
Zum Leben auf dem Lande gehört auch eine attraktive, klimaschonende Mobilität.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen für nachhaltigen, umweltverträglichen Verkehr. Sicherheit – insbesondere für Kinder und ältere Menschen – hat oberste Priorität. Dies gilt besonders in Wohngebieten und Fußgängerzonen.
Durch den Beitritt des Landkreises Holzminden zum Zweckverband Südniedersachsen (ZVSN) konnten die Ticketpreise für den ÖPNV gesenkt und der Sozialtarif ausgeweitet werden. Auch für Schüler*innen, Auszubildende und Senior*innen gibt es nun gute Angebote. Die Fahrt nach Göttingen oder Osterode kosten nur 5 Euro. Dies sollte, ebenso wie der Sozialtarif, offensiver bekannt gemacht werden.
Mit dem Nahverkehrsplan des Landkreises wollen wir die Mobilität für alle weiter verbessern, nachdem die Kreisverwaltung beim Schülerverkehr erhebliche Probleme aufgezeigt hat.
Bei der Bahn wollen wir endlich das Begegnungsgleis Holzminden-Stadtoldendorf-Kreiensen vorantreiben und die Takte damit weiter verbessern. Der Bahnhof in Holzminden und sein Umfeld wird saniert. Den Bahnhof Lauenförde/Beverungen wollen wir ebenso wie den Bahnhof in Stadtoldendorf erhalten.
Wir wollen das Zugangebot nach Hannover, Göttingen, Berlin, Höxter und Paderborn ausbauen. Dazu gehört nicht nur eine Verbesserung des Taktes nach den Vorschlägen der AG Bahn Holzminden/Höxter, sondern auch ein Ausbau der Strecke Holzminden-Kreiensen für einen regulären Stundentakt.
Auch sollte durch die Reaktivierung von Gleisen Bodenwerder über Hehlen wieder an das S-Bahn-Netz in Emmerthal angeschlossen werden. Ebenso muss der Bahnhof Stadtoldendorf als Güterbahnhof insbesondere für die Forstwirtschaft erhalten werden.
Die Elektromobilität nimmt im Landkreis Holzminden deutlich zu. Im Jahr 2025 lag die Zahl der E-Kennzeichen bei 1.815 Fahrzeugen im Kreis Holzminden. Zwei Jahre zuvor waren es noch 1.297. Wir wollen daher die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität, gerade auch an öffentlichen Gebäude, deutlich ausbauen. Dies ist als gemeinsame Aufgabe von Verkehrsanbieter*innen, Hersteller*innen, Händler*innen, Klimaschutzagentur und Kreisverwaltung anzusehen und zu organisieren. Dazu muss der Landkreis planen und mit möglichen zuständigen Kooperationspartnern ein Konzept für den gesamten Landkreis entwickeln. Auch ist ein günstiges Elektro-Auto-Leasing, auf den Landkreis Holzminden auszuweiten.
Neben Auto, Bus und Bahn ist auch das Fahrrad für viele Menschen in der Region ein wichtiges Fortbewegungsmittel. Der Weserradweg ist mittlerweile einer der meistbefahrenen Fahrradwege Deutschlands. Wir setzen uns daher für einen weiteren Ausbau des überörtlichen Fahrradnetzes im Weserbergland sowie die Ausbesserung maroder Fahrradwege ein.
Außerdem soll der Landkreis ein ganzheitliches Radverkehrskonzept aufstellen. Dazu zählen verstärkt auch der Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur, stärkere Radwegsanierungen und Umbauten, d.h. auch die kontinuierliche Unterhaltung und Pflege des bestehenden Radnetzes sowie die Ausweitung weiterer Fahrradstraßen, die das Nebenstraßennetz noch fahrradfreundlicher machen, und die Entwicklung von Rad-Vorrang-Routen.
Um Verkehrslärm gerade an viel befahrenen Straßen zu reduzieren, sprechen wir uns für zusätzliche Tempolimits, Lärmtrichter und andere, wirksame Maßnahmen zum Schutz der Anwohner*innen aus.
Unser Landkreis ist reich an Natur. Die Wälder des Sollings, die Natur an Ith, Hils und Vogler sowie das Wesertal sind nicht nur für Anwohner*innen eine Attraktion. Diese Natur- und Kulturlandschaften gilt es zu erhalten, zu pflegen und nicht zu zerstören. Mit zwei neuen ökologischen Stationen (Weserbergland und Solling) für den Landkreis Holzminden unterstützen wir die Pflege und den Erhalt unserer europäischen Schutzgebiete im Kreis.
Wir haben die personelle und finanzielle Situation im Naturschutz, auch dank des von uns unterstützten Volksbegehrens Artenvielfalt, deutlich verbessern können. Insbesondere im Solling werden durch das Land weitere Moorflächen gerettet und wieder vernässt. Auch das Blaue Band an der Weser und die vielen Renaturierungsmaßnahmen im Kreis wollen wir weiter unterstützen. Dazu gehört der Schutz des Feuersalamanders und anderer Amphibien im streng geschützten Hooptal bei Negenborn. Deshalb wollen wir den Beschluss des Kreistages, die Straße durch das Hooptal dauerhaft für den Auto- und Motorradverkehr zu sperren, endlich von der Verwaltung umsetzen lassen.
Auch wollen wir nach den Vorbildern von Northeim und Hameln zum Schutz der Igel und anderer Tiere bei uns im Kreis ein Nachtfahrverbot von Roboterrasenmähern erlassen, durch die Igel oftmals grausam verstümmelt und getötet werden.
Wir unterstützen die Renaturierung von Waldmooren im Solling, die Weideprojekte, den Orchideenschutz und die zahlreichen anderen Projekte für unsere einzigartige Natur.
Dazu gehört auch die Unterstützung unserer Landwirt*innen beim Naturschutz durch Förderung von Bienenweiden, artenreichem Grünland oder eine Weideprämie.
Unsere Naturschutzstiftung im Kreis wollen wir daher stärken, damit sie zum Erhaltung und Vernetzung der Biotope besser beiträgt.
Viele Grundschulen im Kreis beteiligen sich schon an dem Bio-Schulobstprogramm der Europäischen Union. Wir wollen weitere Schulen, Kindergärten, Hochschulen, Betriebskantinen und Gastronomie beim Umstieg auf regionale und ökologische Lebensmittel unterstützen.
Beim Kampf gegen die Versalzung der Weser sind wir noch lange nicht am Ziel. Spätestens 2027 muss wie vereinbart Schluss mit den Salzeinleitungen in Werra und Weser sein. Neue Anträge auf Fortsetzung der Versalzung durch das Unternehmen K+S über 2027 hinaus sind zum Schutz unserer Weser abzulehnen. Weiterhin darf unsere Weser nicht als Abwasserkanal eines Industrieunternehmens zu Lasten der Fischerei, Naturschutz und Tourismus missbraucht wird.
Solidarität und Fairness gehört zu den Grundsätzen der Grünen. Deshalb sind wir gegen Sozialkürzungen. Die Förderung der Sozialen Wohlfahrtsverbände konnten wir erhalten, ebenso konnte der Familienplanungsfonds geschaffen werden.
Gegen Kinderarmut und für Fürsorge brauchen wir ein gut ausgestattetes Jugendamt und ein Netz von Beratungsstellen. Auch die Suchtprävention und Beratung wollen wir fortsetzen.
Die Jugendarbeit soll gerade im Bereich der Streetworker und der Sozialarbeit weiter ausgebaut werden.
Befristete Stellen müssen absolute Ausnahme bleiben. Auf Grund eines geringen Angebots an qualifizierten Bewerber*innen in vielen Bereichen und unattraktiver Rahmenbedingungen im öffentlichen Dienst fällt es zunehmend schwer, freie Stellen mit qualifiziertem Personal zu besetzen. Auch werden Stellenbesetzungsverfahren häufig verschoben, um Haushaltseinsparungen zu realisieren. Befristungen machen eine Bewerbung zusätzlich unattraktiv. Das Jugendamt, das Gesundheitsamt und auch das Sozialamt müssen personell mit qualifizierten Mitarbeiter*innen aufgestockt werden.
Wir haben erreicht, dass nach acht Jahren unser Kreistagsantrag für ein Frauenhaus im Landkreis Holzminden endlich umgesetzt wurde. Wir Grüne setzen uns weiter entschieden dafür ein, das Frauenhaus am Standort Holzminden zu unterstützen.
Der Landkreis Holzminden ist ein weltoffener Landkreis für alle, die bei uns leben. Rassismus, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit erteilen wir eine klare Absage. Hass und Hetze haben bei uns keinen Platz. Wir setzen auf sachlichen Dialog, statt antidemokratischer Parolen. Wir unterstützen daher breite Bündnisse wie Holzminden ist bunt, die Omas gegen Rechts oder das Demokratische Bündnis gegen Rechts.
Mit großer Mehrheit hat sich der Landkreis der Initiative Seebrücke angeschlossen und sich zur weiteren Aufnahme Geflüchteter aus Not und Verfolgung bekannt. Integration und Zuwanderung darf kein Lippenbekenntnis bleiben. Wir wollen daher die Ausländerbehörde zur Willkommens- und Integrationsbehörde machen.
Mit dem neu geschaffenen Migrationsrats haben wir es geschafft, dass die Menschen mit Einwanderungshintergrund nun selbst an der Politik teilhaben können.
Zu unserer Geschichte gehört auch die nationalsozialistische Vergangenheit im Kreis Holzminden, aus der wir lernen müssen, damit die gleichen Fehler nicht wiederholt werden. Wehret den Anfängen, Nie wieder und es ist 5 vor 12 bleiben für uns nicht nur Mahnung, sondern Handlungsauftrag gegen die Verfassungs- und Menschenfeinde der AfD und ihrem Umfeld. Mit der AfD darf es im Kreistag und den Kommunalparlamenten keinerlei Form der Zusammenarbeit oder Mehrheitsbildung geben. Das müssen Demokrat*innen als Lehre aus der Geschichte für immer ausschließen. Gegen Feinde der Demokratie, Falschnachrichten und Hetze setzen wir auf Transparenz, Haltung und Klarheit.
Zum Kampf gegen den neuen Faschismus gehört die Aufarbeitung der umfangreichen nationalsozialistischen Vergangenheit im Kreis Holzminden. Hier sind vom Heimat- und Geschichtsverein und vielen Ehrenamtlichen schon große Vorleistungen erbracht worden, so etwa zur Zwangsarbeit im Kreis oder zum umfangreichen Todes-, KZ- und Arbeitslagerkomplex um den Ort Holzen.
Wir Grüne wollen daher die Aufarbeitung und Erinnerung an die verbrecherischen NS-Lager bei Holzen durch eine dauerhafte Stelle beim Landkreis umsetzen.
Ein gutes Kulturangebot ist auch für den Ländlichen Raum unverzichtbar. Mit der Kulturstiftung des Landkreises, die von uns Grünen mit initiiert wurde, können die vielfältigen Kulturangebote im Kreis – vom Internationalen Straßentheaterfestival über die Angebote im Schloss Bevern bis hin zur Kulturmühle Buchhagen – gefördert werden. Neben einer Aufstockung der Kulturförderung wollen wir – angesichts der vielfältigen historischen Schätze im Landkreis – eine Stelle für Kreisarchäologie erneut einrichten.
Sport soll weiterhin durch den Kreis gefördert werden. Dazu gehört auch die energetische Sanierung von Sportanlagen. Der Kinder- und Jugendsport muss gefördert werden. Hier leisten Ehrenamtliche eine gesamtgesellschaftlich wertvolle Arbeit, die ebenfalls gefördert werden soll.
Der Kreis Holzminden hat eine starke Wirtschaft mit vielen innovativen Betrieben. Gerade die Energiewende und der Ausbau von erneuerbaren Energien, Energietechnik und Wärmepumpen bringt Handwerk und Unternehmen neue Aufträge. Die auf Bundesebene geplanten Kürzungen, etwa bei privaten Solaranlagen oder beim Heizungsaustausch, lehnen wir entschieden ab.
Für mehr Klimaschutz wollen wir die Energiewende fördern, denn erneuerbare Energien sind nicht nur günstig, sondern machen uns auch frei und unabhängig von fossilen Importen von Putin, Trump oder anderen Autokraten.
Das Handwerk und die Wirtschaft wollen wir daher mit einem kommunalen Klimafonds für erneuerbare Energien und Energieeffizienz fördern. Das Förderprogramm erhöht die regionale Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze vor Ort. Bei der Auftragsvergabe achten wir auf regionale Wertschöpfung und soziale und ökologische Standards.
Das Weserbergland und der Solling sind einzigartige Naturlandschaften von beeindruckender Schönheit. Wir wollen daher einen nachhaltigen Tourismus in Verbindung von z.B. Fahrrad, Kanu und Waldwanderung verstärkt vorantreiben. Für Radtouristen muss unsere Region zu einem attraktiven Ziel entwickelt werden.
Wir fordern eine dauerhaft bessere Finanzausstattung unserer Kommunen. Dazu wollen wir nicht nur die Mittel aus dem von uns Grünen erreichten Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität nutzen, sondern fordern auch eine grundlegende Finanzreform, damit Kommunen nicht länger auf den Mehrausgaben sitzen bleiben und wieder echte Finanzentscheidungen treffen können.
Nur so werden unsere Kommunen stark und handlungsfähig. Öffentlich-Private-Partnerschaften (ÖPP) als Auslagerung von Schulden an Private lehnen wir grundsätzlich ab, der öffentliche Haushalt ist kein Selbstbedienungsladen!
Stabile Gebühren, Umweltschutz und Abfallvermeidung haben in der Abfallwirtschaft für uns absolute Priorität.
Der amtierende und von CDU und FDP unterstützte Landrat Schünemann hat mit seinem überzogenen Verhalten beim Großrausschmiss beim Straßenverkehrsamt viel finanziellen Schaden und Misstrauen in der Verwaltung und bei den Bürger*innen angerichtet. Daher bedarf es einer gründlichen Aufarbeitung der Alleingänge des Landrats. Wir Grüne wollen eine Vertrauenskultur in der Verwaltung und einen guten Umgang mit den Beschäftigten, damit unser Landkreis ein attraktiver Arbeitgeber wird, der zur Zufriedenheit der Menschen im Kreis arbeitet. Wir halten daher einen Neuanfang an der Verwaltungsspitze durch den von uns unterstützten Landratskandidaten Bjarne Allruth für unverzichtbar.