Marcus Schaper macht auf die Wesersalzproblematik aufmerksam

In Bodenwerder auf der Weserbrücke trafen sich Mitglieder von BÜNDNIS‘90/DIE GRÜNEN aus den Kreisen Hameln, Höxter und Holzminden um auf die geplante, problematische Einleitung von Salzlauge in die Weser der Firma Kali und Salz (K+S) aufmerksam zu machen. K+S plant zukünftig Salzlauge aus dem Kalibergbau nicht mehr in die Werra einzuleiten sondern per Pipeline bei Bodenfelde direkt in der Weser zu entsorgen. Es soll ein Maximum an Einleitung erreicht werden, ohne den kriegsbedingten Grenzwerte aus der Nazizeit für die Einleitung von Salzlauge in die Weser zu überschreiten. Dazu sollen Rückhaltebecken mit einer Fläche von bis zu 70 Fußballfeldern errichtet werden, um bei Hochwasser, wesentlich höhere Mengen an Salzlauge einleiten zu können. Dazu der Kandidat für den Wahlkreis Hameln-Pyrmont und Holzminden Dr. Marcus Schaper: „Die Errichtung von Salzseen bei Bodenfelde und eine verstärkte Salzeinleitung in die Weser ist nicht hinnehmbar. Ein DAX-Aktienunternehmen streicht die Gewinne ein und die Weseranrainer kriegen den Müll vor die Füße gekippt. Wir als Grüne wollen einen sauberen Fluss und keinen Abwasserkanal. Es wäre für K+S mit der Investition eines Jahresgewinns möglich, eine Pipeline direkt bis in die Nordsee zu bauen, um alle Probleme zu lösen. Schließlich muss auch für die gigantischen Salzhalden des Kalibergbaus eine Entsorgungslösung gefunden werden.“ Die Grünen verteilten anschließend noch Lackritze „salzige Heringe“ und kamen so mit vielen Menschen aus Bodenwerder und Touristen an der Weser ins Gespräch. Tenor der Menschen war ganz klar, dass K+S Verantwortung übernehmen muss und die Planungen für eine Pipeline in die Nordsee endlich umsetzen soll.

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