29.05.2012

Landtagsabgeordnete Tippelt und Meyer einig: Bahnhof muss mobilitätsgerecht umgebaut werden

Die Landtagsabgeordneten Sabine Tippelt (SPD) und Christian Meyer (GRÜNE) zeigen mit Mitgliedern der AG Bahn Holzminden/Höxter die Probleme beim Umsteigen am Holzmindener Bahnhof.

Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG von SPD-MdL und Grünen-MdL:

 


 


SPD und Grünen-MdL machen mit AG Bahn vor Ort den Praxistest

Zusammen mit der AG Bahn Holzminden-Höxter machten jetzt die heimischen Landtagsabgeordneten Sabine Tippelt (SPD) und Christian Meyer (GRÜNE) am Holzmindener Bahnhof den Praxistest zur eingeschränkten Mobilität. Mit Rollatoren, Fahrrädern, schwerem Gepäck oder Kinderwagen versuchten sie zum Gleis zu kommen. Gleich zu Beginn wurden sie Zeuge, wie eine Mutter mit zwei kleinen Kindern, nicht ohne Hilfe die Treppenstufen heruntergehen konnte. Personen mit Fährrädern, Rollatoren oder schwerem Gepäck haben es ebenfalls schwer zum Zug zum Mittelbahnsteig zu kommen, der von der Bahn häufig genutzt wird.

„Für viele Reisende ist der Weg zum Mittelbahnsteig des Bahnhofs Holzminden eine Quälerei. Hier muss das Land endlich etwas verbessern, “ so Sabine Tippelt. Zusammen mit ihrem grünen Kollegen Christian Meyer will sie sich bei dafür einsetzen, dass der mobilitätsgerechte Umbau des Holzmindener Bahnhofs in das Bahnausbauprogramm NIAZ 3 (Niedersachsen ist am Zug) kommt. „Jetzt ist auch mal Holzminden dran“, sagte Christian Meyer, der fast täglich den Zug nach Hannover nutzt und sich wundert welche kleinen Bahnhöfe auf der Strecke zur Zeit ausgebaut werden.

Mit einem Schreiben an die Landesnahverkehrsgesellschaft und das Verkehrsministerium wollen SPD und Grüne im Kreis Holzminden nun ihre Forderung untermauern. Es geht um die Chance in die 3. Phase des Bahnhofssanierungsprogramms endlich aufgenommen zu werden. Für die Aufnahme in das Programm NIAZ 2 sind die Mittel bereits verplant. Die Landesregierung hatte die Bahnhöfe entlang der Strecke Hannover – Göttingen und im Harz ausgebaut. „Der hiesige Raum mit den Bahnhöfen Holzminden und Stadtoldendorf blieb – mal wieder- außen vor. Das können wir nicht hinnehmen. Der ländliche Raum darf nicht abgehängt werden. Holzminden braucht einen guten und mobilitätsgerechten Bahnhof“, so Meyer.

Die AG Bahn HOL/HX hatte für einen mobilitätsgerechten Umbau bereits seit längerer Zeit drei Varianten ins Gespräch gebracht: Erstens einen Überweg mit Schrankensperre am Ende des Bahnsteiges. Zweitens eine Rampe ohne Stufen im Tunnel oder drittens Aufzüge auf dem Bahnsteig 3 und dem Mittelbahnsteig 1 / 2. Auch Skizzen und  Kostenschätzungen der Bahnfachleute der AG  wurden vorgelegt. „Ein ebenerdiger Überweg mit Personenschranke wäre wohl am günstigsten“, nahmen Meyer und Tippelt vor Ort in Augenschein. „Wichtig ist das etwas passiert. Schweres Gepäck muss nicht mehr die Treppen hinauf- und hinunter geschleppt werden. Kinderwagen, Rollatoren können ohne Probleme auf den anderen Bahnsteig geschoben werden. Radtouristen quälen sich nicht auf den Stufen. Die bequeme und umweltfreundliche Bahnfahrt beginnt eben schon vor dem Einsteigen. Holzminden darf nicht abgehängt werden“, erläuterte Hans-Peter Sawatzki von der AG Bahn die Vorstellungen. 

SPD und Grüne, die in Stadt und Kreis die Mehrheit stellen, betonten, dass man sich auch selbst an einem Bahnhofsumbau beteiligen wollen. So habe die Stadt Holzminden bereits eine Beteiligung von 25.000 Euro für diese „Visitenkarte der Stadt“  in Aussicht gestellt. Auch ein überdachter Fahrradunterstand für die Radtouristen und Pendler wäre sinnvoll.

Außerdem erneuern SPD und Grüne in ihrem Schreiben die Forderung nach einem Begegnungs-/Überholungsgleis auf der Strecke Kreiensen-Holzminden, damit der Fahrplan besser gestaltet werden kann. „Gerade wenn die Züge ab Ende 2013 durchgehend von Paderborn bis Kreiensen fahren werden, muss zudem bei Verspätungen in Kreiensen besser reagiert werden können“, so Sawatzki.

Damit mehr Fahrgäste die Bahn nutzen. sollte auch das Niedersachsenticket bereits ab 8 Uhr statt wie jetzt ab 9 Uhr genutzt werden können, wenn das nächste Oberzentrum mehr als 50 km entfernt ist.

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